Bericht JHV 2018

Veröffentlicht am 24.05.2018 in Ortsverein

Heimat erhalten und gestalten, für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen eintreten

Zur Mitgliederentwicklung:

2016 = 5 Neue, ein Austritt

2017 = 2 Neue

2018 = 4 Neue, davon ein Zuzug, drei Eintritte, leider ein Todesfall, drei Austritte

aktuell 40 Mitglieder im OV

Die letzte JHV war im März 2017.

Bis zum Sommer mußten wir beobachten, wie die zu Jahresbeginn 2017 euphorischen Umfragewerte in den Keller gingen. Im Spätsommer war Bundestags-Wahlkampf, im Sept. die Wahl.

Nach dem Tiefschlag bei der LW 2016 war das der nächste Leberhaken mit schwachen Wahlergebnissen im Limpurger Land:

Fichtenberg 17,5%

Gaildorf 19,5%

Oberrot 13,9%

Sulzbach/Laufen 17,4%

Für einen Sitz im Bundestag hat es nicht gereicht, was aber auch daran lag, dass unsere Kandidatin Annette Sawade, eine sehr fleissige Schafferin, auf der Landesliste nicht ausreichend abgesichert war.

Die SPD im Landkreis ist jetzt weder im Bundes- noch im Landtag vertreten.

Vielleicht ein schwacher Trost, Genossinnen und Genossen?

In Gaildorf waren wir wieder besser als im Landesschnitt und wir hatten das zweitbeste SPD-Ergebnis im Wahlkreis. Offenbar scheinen wir vor Ort doch noch wahrgenommen zu werden?

Habe meinen Bericht überschrieben mit

Heimat erhalten und gestalten, für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen eintreten

Wir haben das als Ortsverein, als Gaildorfer Gemeinderatsfraktion und auch ich als Kreisrat auf verschiedenen Feldern mit Aktivitäten unterlegt.

Will das erläutern:

Thema Verkehr/Mobilität:

Als KR habe ich den Zustand der L 1066 von Gaildorf nach Crailsheim thematisiert und im ganzen Limpurger Land ein Flugblatt verteilt. Geholfen hat es noch nichts, trotz dass der Landkreis und die Gemeinde Obersontheim das auch immer ansprechen. Es bleibt auf der Agenda.

Das Problem Verkehrslärm und Geschwindigkeitsübertretungen, ob in Gaildorf oder im Kocher- und Rottal haben wir aufgegriffen. Es gibt seitens der Verwaltungen der hiesigen Gemeinden nun erste Bemühungen, dem Einhalt zu gebieten, durch Messungen und Kontrollen. Dranbleiben.

Nach Veränderungen im Fahrplan des ÖPNV sind Thomas und ich aktiv geworden. Aber auch das ist mühsam. Als Antwort kommt sofort die Keule, „die Unternehmen müssen wirtschaftlich fahren“. Auch da hilft nur immer weiterbohren.

Was die Gaildorfer Umgehungsstraße betrifft, die ja auch aufgrund des Einsatzes von Annette endlich im Bundesverkehrswegeplan drin ist, haben wir am Pferdemarkt 2018 Unterschriften gesammelt, die wir dem Regierungspräsidenten geschickt haben, damit die Verwirklichung schnell/er kommt.

Hr. Reimer und das Amt halten sich an die zugesagte Vorgehensweise, dass die Vorplanungen und Abstimmungen im Herbst 2019 abgeschlossen sind und erwarten dadurch einen zügigen Baubeginn.

M. John und ich haben darum gebeten, die Beleuchtung beim Fußgänger –und Radfahrerüberweg in der Nähe der „Zapfsäule“ zu überprüfen.

Die scheint uns nicht ausreichend. Es gab dort leider einen tragischen Unfall mit Todesfolge.

Eine Antwort der Stadtverwaltung steht noch aus.

Thema Wirtschaft, Leben und Arbeiten:

Die Gemeinderatsfraktion hat eine Gründerinitiative vorgeschlagen, Existenzgründer zu unterstützen, z.B. durch günstige Mieten von Räumlichkeiten. Leider ist dem die Verwaltung noch nicht so recht gefolgt, weshalb ich das hier anspreche und daran erinnere.

Wir haben in Gaildorf ein gutes Schulangebot. Einige machen hier Abitur und gehen dann studieren. Es muss in unserem Interesse sein, dem eigenen Nachwuchs auch hier Chancen zu eröffnen, dass sie während oder nach dem Studium oder der Ausbildung dableiben oder zurückkommen.

Das gilt z.B. auch für benötigte Mediziner. Wer vom Limpurger Land kommt, weiß wie schön es bei uns ist, wie lebenswert, besser als Fremde, die wir erst anwerben und überzeugen müssen.

Die Herren Bürgermeister im Limpurger Land reden davon, unseren Flecken gemeinsam besser vermarkten zu wollen, besser miteinander zu agieren. Merkt Ihr was?

Wir alle sehen die teils schwarzen Schaufenster und leeren Geschäfte in der Innenstadt, aber dafür Spielhallen und Wettbüros. Damit dürfen wir uns nicht abfinden.

Im November haben wir im Sinne der örtlichen Gewerbe ein Flugblatt im ganzen Limpurger Land verteilt, um an die Mitverantwortung jeder Einzelnen und jedes Einzelnen zu erinnern, ob wir, was möglich ist, hier einkaufen, oder immer mehr übers Internet oder auswärts.

Klar ist, wir können die Entwicklung nicht aufhalten oder gar zurückdrehen. Aber wir können darauf aufmerksam machen, wir können helfen, ein „Bewußtsein für vor Ort“ zu schaffen.

Es muss in die Köpfe der Leute! Erstmal hier schauen.

Oder fragt doch mal, haben Amazon, Zalando, E-Bay und wie die alle heißen, schon mal für Euren Verein gespendet? Viele örtlichen Geschäfte tun das.

Mit dem Einzelhandel geht es um die Lebendigkeit in der Gemeinde, es geht aber auch um Arbeitsplätze hier.

Wir SPDler sehen das immer ganzheitlich.

Es gibt Gemeinden, die haben ein aktives Leerstandsmanagement, um gegen das Ladensterben anzugehen, Gaildorf nicht.

Zum Nikolaus im Dezember waren wir bei den Marktleuten! Warum? Weil uns der Gaildorfer Wochenmarkt ein Anliegen ist und wir ihn erhalten sehen wollen. Das ist kein Selbstgänger mehr.

Wir haben den Marktbeschickern für ihre nicht gerade leichte Arbeit gedankt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die regionale Landwirtschaft und unsere Versorgung.

Für seine Aufwertung, für eine bessere Werbung für den Markt muss mehr getan werden. Nach meiner Kenntnis steht ein Gespräch zwischen Stadtverwaltung und den Marktleuten bevor.

Zum internationalen Frauentag am 8.März haben Andreas und ich uns als Empfängerinnen von roten Rosen dieses Mal die Gruppe der Verkäuferinnen im Lebensmitteleinzelhandel ausgesucht.

60 Rosen haben wir in den Märkten im Limpurger Land verteilt. Wir wollten damit auf deren nicht einfache Arbeitssituation aufmerksam machen, dass der Job einer Verkäuferin oft auch grenzwertig ist, ob bei der Bezahlung oder den Arbeitszeiten und den vielfältigen Belastungen durch Hetze und Streß.

Am 10. April haben wir sowohl das Verkaufspersonal des Lebensmittelhandels als auch die Einzelhändlerschaft aus Gaildorf eingeladen, zu einer Veranstaltung mit dem Koll. Franke von verdi.

Der Besuch war für Gaildorfer Verhältnisse ordentlich. Es hätten aber auch mehr Mitglieder sein dürfen.

Gefehlt haben, so meine Einschätzung, die Verkäuferinnen aus den Lebensmittelläden.

Wer die Rundschau aufmerksam liest, konnte feststellen, dass die Anliegen des Gewerkschafters weniger im Mittelpunkt standen, als die Anliegen aus der Einzelhändlerschaft, die teilweise emotional und kritisch in Richtung Bürgermeister adressiert wurden.

BM Zimmermann hat mir geschrieben, dass er nicht alles nachvollziehen könne, dass es im Stadtmarketing aber einen EinzelhandelsAS geben soll.

Das ist gut so, denn die Händler sind sicher auch aufgerufen, selbst und möglichst gemeinsam aktiv zu werden und nicht nur auf die Verwaltung zu warten.

Genossinnen und Genossen,

Ich hoffe, aus meinen Ausführungen wurde deutlich, welchen Beitrag wir, trotz unserer bescheidenen personellen Möglichkeiten zu leisten versuchen. Und es gilt die alte Weisheit, Politik, auch Kommunalpolitik, ist das Bohren dicker Bretter, es braucht oft langen Atem und Kondition.

Ich glaube schon, dass unsere Aktionen registriert wurden und werden. Wenn Ihr andere Erfahrungen habt, dann sagt es in der Aussprache.

Aber es ist auch toll, welcher Gemeinschaftssinn in unseren Gemeinden lebt, z.b.,

in Sulzbach-Laufen das Bürgerauto,

in Fichtenberg der Heimat- und Kulturverein,

in Gaildorf die Zukunftswerkstatt oder der Seniorenrat.

Das Limpurger Land ist es wert, dass wir uns kümmern.

Zugeben muss ich, dass es kaum leistbar ist, als Ortsverein Gaildorf-Limpurger Land in allen vier Gemeinden ausreichend präsent zu sein. Und ohne Abgeordnete ist das noch viel schwieriger.

Entschuldigen muss ich mich heute bei den Veranstaltern der Gaildorfer Schulkonzerte, deren Jahreskonzert zeitgleich mit unserer Versammlung stattfindet. Mir war das nicht bekannt und ich habe versäumt, in den Veranstaltungskalender zu schauen. (Wer schafft, macht halt auch Fehler.)

Begonnen haben wir, uns mit den Kommunalwahlen 2019 zu befassen.

In Gaildorf werden wir für den Gemeinderat voraussichtlich wieder eine gemischte Liste, SPD-Aktive Bürger nominieren.

Wir wollen 50% Frauen auf die Liste der Kandidaten/innen, Menschen aller wählbaren Altersgruppen, Menschen mit Migrationshintergrund, Arbeitnehmerinnen und Selbständige.

Für den Kreistag brauchen wir wieder 9 Kandidaten/innen aus möglichst allen 4 Gemeinden dieses Wahlbezirks.

Internes und Geselliges:

-gemeinsames Abendessen im Nov. in Fichtenberg

-Glühweintreff in unserem Keller im Schloß in Gaildorf zum Advent

Ich danke Rainer Hasenmaier, der unsere Mitglieder bei Geburtstagen mit einem lieben Gruß des Ortsvereins beglückwünscht.

Ich danke meinen Mitstreitern im OV-Vorstand für die fleißige und gute Zusammenarbeit, Uwe für die Internetbetreuung, Markus für die Kassenarbeit.

Danken möchte ich Andreas und Bettina Vogt, die uns leider in nächster Zeit verlassen werden, weil Andreas in Weikersheim eine neue Aufgabe übernimmt.

Andreas, Du warst mir eine große Stütze in den letzten zwei Jahren.

Zum Schluss:

In den vielen Debatten wird oft die Forderung erhoben, die SPD brauche eine klare Botschaft.

Unsere Landesvorsitzende Leni Breymaier hat am Freitag in SHA ausgeführt,

„Wir sind die Partei für Leute, die sich nicht auf ihren Vermögenswerten ausruhen können“.

Gemeint sind Arbeitnehmerinnen und Rentner, Sozialgeldempfänger, aber auch viele Selbständige, Marktleute, Einzelhändler, Handwerker und Mittelständler.

Diese sollten sich von der SPD „verstanden fühlen“.

Dem kann ich mich anschließen.

Es muss uns, der SPD, gelingen, dies in die Tat umzusetzen.

Dies war mein Bericht für die letzten 14 Monate.

Danke für Euer Zuhören.

Stelle den Bericht damit zur Aussprache.

 
 

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Leni Breymaier

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