Motorradlärm macht krank

Veröffentlicht am 07.08.2018 in Ortsverein

Motorradlärm macht krank!Das muss sich ändern!

Liebe KreistagskollegInner

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung

Sehr geehrter Herr Landrat Bauer

Sie sind heute im wahrscheinlich schönsten Wahlbezirk unseres schönen Landkreises. Gönnen Sie sich einmal die Zeit für eine Wanderung oder Radtour rund um Oberrot, Fichtenberg, Sulzbach-Laufen oder Gaildorf. Ein Genuss für die Seele!

Leider wird dieses Idyll, besonders in den wärmeren Monaten, von lästigem und zu massivem Motorradlärm gestört und beeinträchtigt. Wiederholt habe ich in den Kreistagsgremien von Klagen und Beschwerden von Anliegern und Bewohnern berichtet.

Dazu ein Leserbrief vom 23.06. in der Gaildorfer Rundschau:

„Kontrollen werden zur falschen Zeit durchgeführt"

Die Forderung von Herrn Eichele ist vollkommen berechtigt. Die Antwort des Landratsamtes Schwäbisch Hall, dass gegen den Lärm nicht viel getan werden kann, kann von der Bevölkerung nicht akzeptiert werden. Abends und am Wochenende produzieren die Motorradfahrer kaum erträglichen Lärm. Abends sind nicht die Motorradfahrer an sich gemeint. Vielmehr eine Spezies von Fahrern, die auf ihren Maschinen‚ sogenannten „Joghurtbechern“, Rennen durch das Kochertal veranstalten. Bei den restlichen Motorradfahrern macht es die Masse, die unser idyllisches Kochertal durchfährt. So wird von der Bevölkerung zur Kenntnis genommen, dass Kontrollen der Polizei stattfinden. Morgens um 10 Uhr und nachmittags um 15 Uhr sind aber für Motorradkontrollen die falschen Zeiten. Diese Kontrollen müssen abends bzw. am Wochenende nachmittags und abends durchgeführt werden, wenn sie zielführend sein sollen. Mehrere Gemeinden sind dabei, bzw. haben es schon umgesetzt, Lkw und Motorräder zu bestimmten Tageszeiten auf 30 km/h innerorts zu begrenzen. Eine Studie der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat ergeben, dass die Reduzierung von Tempo 50 auf 30 vom menschlichen Ohr als Halbierung des Verkehrs wahrgenommen wird. Die Gemeinden Hüttlingen, Pflaumloch und weitere Gemeinden/Städte in Baden-Württemberg haben dies bereits umgesetzt. In Rosengarten wird gegenwärtig darüber diskutiert. In den Gemeinden im Kochertal werden durch Lkw und Motorräder 86–94 Dezibel gemessen. Hierzu sagt die Lärmtabelle: „Bereits kurze Lärmeinwirkung kann zu dauerhaften Gehörschäden führen.“ Ich appelliere an die zuständigen Behörden: Gestalten Sie die Verkehrspolitik im Kochertal und verwalten Sie sie nicht nur.Die Einwohner der Kochertalgemeinden werden es Ihnen danken.

⇥Christoph Ulmer, Sulzbach-Laufen“ -2-

 

Wenn erforderlich, kann ich auch gerne weitere Bürgerbeiträge aus Gaildorf dazu liefern.

Der SPIEGEL schreibt in seiner Ausgabe Nr. 26, „das Motorrad wurde vom Rebellengerät zum Statussymbol – und damit zum echten Ärgernis“. Es ist nicht leicht, gegen diese Lobby anzugehen.

Ich möchte die Bürgermeister/innen unter Ihnen trotzdem bitten, dieses Thema in eine ihrer gemeinsamen Besprechungen zu behandeln.

Die Landkreisverwaltung fordere ich auf, mehr zu tun und vor allem mit mehr Mitarbeiterpower sich den Beschwerden anzunehmen. Bitte machen Sie sich ein eigenes Bild von der Lage.

Im Foyer des Landratsamtes liegen Motorradtourenkarten aus, ohne Hinweis und Forderung auf Rücksicht und Lärmschutz. Das ist doch paradox!

Es braucht sicher ein ganzes Maßnahmenbündel und erfordert langen Atem. Was spricht dagegen, es mit den Motorradclubs gemeinsam anzugehen?

Auf folgende Beispiele für „Gegenmaßnahmen“ möchte ich hinweisen:

             Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis:

Diesen interessanten Artikel habe ich auf www.swp.de gelesen  https://www.swp.de/suedwesten/staedte/gaildorf/zeichen-gegen-verkehrslaerm-26783800.html

             Entscheidungen des Landratsamtes Reutlingen:

https://www.ardmediathek.de/tv/Zur-Sache-Baden-Württemberg/Motorradfahrer-gefährlich-ausgebremst/SWR-Baden-Württemberg/Video?bcastId=610194&documentId=53342294

       --Displaygeräte, die auf zu hohe Geschwindigkeit und/oder zu hohen Lärm hinweisen.

Mir geht es nicht darum, Motorradfahrer/innen per se zu verurteilen, sondern es muss, auch auf Landkreisebene, mehr getan werden, um die Bevölkerung vor Lärm und Verkehrsrowdys zu schützen.

Kollegiale Grüße                                                                          24.07.2018

 
 

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